Mithelfen, aber wie?

Unter dem Dokument "Saat einer Bienenweide" erfahren Sie wertvolle Tipps, wie man eine Bienenweide mit Phazelia und Buchweizen anbauen kann.

Saat einer Bienenweide
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Buchweizen und Phacelia als Gründüngung zur Bodenpflege

Die zu wählende Gründüngungsmischung richtet sich nach der Jahreszeit, der Bodenart, den Witterungsgegebenheiten und besonders nach der angepflanzten Hauptfrucht, zum Beispiel dürfen vor oder nach Kohl kein Senf, Raps, Rettich oder Kresse gesät werden, da alle Kreuzblütler sind.

 

Viele Vorteile

In den vergangenen Jahren wurden deshalb aus Gründen der Fruchtfolge Phacelia (Raublatt) und Buchweizen immer beliebter. Viele Vorteile sprechen für diese Pflanzen: Da sie mit unseren Kulturpflanzen nicht verwandt sind – sie gehören zur Familie der Wasserblatt- und Knöterichgewächse – passen sie unproblematisch in jede Fruchtfolge. Von den Standortverhältnissen liebt Buchweizen einen sauren Boden und ist Kalk meidend, während Phacelia auf allen nicht zu sauren Böden gut gedeiht. Beide Pflanzen wachsen schnell heran, bedecken den Boden und unterdrücken das Auflaufen von Wildkräutern. Sie gehören zu den Gründüngungspflanzen, die ausgewaschene Nährstoffe über die Wurzeln wieder aufschließen.

Reiche Blüte

Phacelia und Buchweizen blühen beide reichhaltig und sind im Garten auch eine Augenweide. Bienen und Hummeln nehmen die Blüten gerne an.

Über Winter frieren beide Gründüngungspflanzen bei Frösten unter sieben Grad Celsius vollkommen ab.

Auf der Online-Plattform Bienenzukunft.ch wird umfassend gezeigt, wie Honig- und Wildbienen geschützt und gefördert werden können.

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Was wollen Sie pflanzen? Kraut oder Baum? Bitte, wählen Sie den Pflanzentyp aus. Sie können mehrere Typen auswählen.

 

Schauen Sie auch HIER in der Tabelle nach, welche Pflanzen sich besonders eignen!

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Viele nützliche Infos für den Bienenfreund

Blütenpracht stillt den Hunger der Bienen

Als Ruth Schadegg hörte, dass Bienen zuweilen Hunger leiden, schritt sie zur Tat. In ihrem Schrebergarten säte sie Phacelia und Buchweizen an. Jetzt wimmelt es dort bei schönem Wetter von Hummeln und Bienen.

 

Ruth Schadegg ist entzückt ob der Blütenpracht von Buchweizen (links) und Phacelia (rechts), die sie eigens für die Bienen angesät hat. (Bild: Beat Mathys)

 «Sie tun Ihnen nichts.» Mit diesem Satz versuchen sonst Hundehalter, ängstliche Passanten zu beruhigen. Doch wenn Ruth Schadegg in ihrem Schrebergarten in Rüfenacht sagt, «sie tun Ihnen nichts», bezieht sie sich auf Bienen und Hummeln. Zu Hunderten summen diese in einem Phacelia- und Buchweizenfeld, das die 73-jährige Rentnerin diesen Frühling angesät hat.

Als Ruth Schadegg letztes Jahr in dieser Zeitung las, dass Bienen zuweilen Hunger leiden müssen und deshalb erst recht anfällig seien für Krankheiten, wandte sie sich umgehend an Ruedi Ritter. Vom Leiter der Fachstelle Bienen am landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Inforama des Kantons Bern wollte sie wissen, wie sie als Gartenbesitzerin helfen kann.

600 Franken investiert

In ihrem Schrebergarten machten sich Ruth und René Schadegg dann auf einer nicht mehr genutzten Fläche ans Werk: Auf 200 Quadratmetern gruben sie den Boden um, kauften eine Walze, um die Erde gleichmässig zu ebnen und säten im Frühling gemäss Ritters Rat Phacelia und Buchweizen an. Sie habe über 600 Franken investiert, sagt Ruth Schadegg. «Aber ich bekomme viel mehr zurück.» Die Rentnerin ist schlicht entzückt – einerseits ob der Blütenpracht, die sich in wenigen Wochen entwickelt hat, andererseits ob dem Summen der Hummeln und Bienen, die sich nun auf den Nektar spendenden Pflanzen gütlich tun.

Sie spricht mit den Bienen

Gestochen worden sei sie noch nie, sagt die Tier- und Naturschützerin. Sie weiss auch, warum: «Ich spreche mit den Tieren, und sie spüren, dass ich es gut mit ihnen meine.» Davon ist die pensionierte Bankangestellte überzeugt, auch wenn sie belächelt wird. «Ich habe schon ein bisschen einen Tick», räumt sie ein, bevor sie über sich selber schmunzelnd erzählt, wie sie jeweils Regenwürmer von der Strasse pflücke, um sie auf Wiesen vor den Autos in Sicherheit zu bringen. «Stellen Sie sich vor, diese Tierchen arbeiten den ganzen Tag», sagt sie – und wendet sich wieder bewundernd den Bienen und Hummeln zu, die fleissig in der Bienenweide hin- und herfliegen.

Hungernde Bienen

«Die Bienen brauchen diese Nektar spendenden Pflanzen für den Futtervorrat oder als Nahrung für die jungen Bienen», erklärt Christian Oesch. Er ist Mitpächter des Gutsbetriebs Inforama Rütti in Zollikofen und betreut dort den Lehrbienenstand. Auch er hat –wie zehn andere Bauern im Kanton Bern – entlang eines Maisfeldes versuchsweise eine Bienenweide angesät. Es gehe darum, mit Pflanzen, die über längere Zeit blühen, sogenannte «Trachtlücken» zu schliessen, erklärt Oesch. Im Frühling spriesst überall eine üppige Blütenpracht. Danach kann es je nach Witterung knapp werden mit der Blütentracht, dem Nahrungsangebot für die Bienen.

Solche «Phasen des Hungers» könnten Stress auslösen und die Widerstandskraft der Bienenvölker mindern. Das erklärte der Berner Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher vor einem Jahr, als er das kantonale Bienenförderungskonzept vorstellte. Ruedi Ritter hat deshalb einen Katalog der wichtigsten Trachtpflanzen zusammengestellt (www.inforama.vol.be.ch, unter Beratung, Bienen ). Ein Ziel der Berner Bienenförderung ist es, nebst Bauern etwa auch Gärtner und Hausbesitzer zum Anpflanzen der für die Bienen wichtigen Futterquellen zu motivieren.

Ruth Schadegg jedenfalls wird auch nächsten Frühling wieder Phacelia und Buchweizen ansäen.

 

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Auf dem Bauernhof in Oensingen kümmert sich Familie Dietschi um ein Bienenvolk – wie anno 1517.

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